Pottmarkt und Kirmes
Der Pottmarkt
Im Jahr 1521 wurde durch den damailigen Bischof Erich von Grubenhagen (1508-1531) der jährliche Magdalenenmarkt ins Leben gerufen. Den Namen erhielt der Markt durch den Bezug auf seine Terminierung durch die Heilige Maria Magdalena, deren Fest alljährlich am 22. Juli gefeiert wird. Der Markt sollte 7 Tage abgehalten werden. Der Tag des heiligen Liborius lag genau in der Mitte dieser Marktwoche. Außerdem lag in dieser Zeit auch der Tag der Domweihe.
Der Magdalenenmarkt war im Sommer der einzige Markt, der in Paderborn stattfand. Der ursprüngliche Ort des Marktes war vor den Stadtmauern Paderborns auf dem Kermeßplatz vor dem Westerntor.
1810 wurde der Markt jedoch auf den kleinen und den großen Domplatz im Herzen der Stadt verlegt. Von diesem Zeitpunkt an, war nur noch die Rede vom Liborimarkt.
Auf dem Liborimarkt wurden allerhand zeittypische Gegenstände und Waren angeboten. Auf dem kleinen Domplatz konnte man vor Allem Steingut und Töpferware erstehen, wobei auf den großen Domplatz die Händler feine Stoffe und Bekleidungsartikel anboten. Diese Artikel standen nicht oft im gegensatz zu den Artikeln, die die heimischen Händler anboten. Doch im Zuge der Industrialisierung im 19.Jh. konnten die Bekleidungshändler ihr Angebot nicht mehr halten, da die Industrie die Bekleidung zu einem weitaus günstigeren Preis anbieten konnte. So kamen im Laufe der Jahre immer mehr Stände mit Süßwaren, Gewürzen und Lebensmitteln zur direkten Verkostung dazu. So wandelte sich im Laufe der Jahre das Aussehen des Marktes bis zur heutigen Gestalt.

Transcribierter Text der Urkunde:
Wy Erick vann gots gnaden bisschop to Osenbrugge unnd Paderborne, hertoge tho Brunschwigk bekennen und betrugen openbar inn und mith dussem breve vor uns unnd alle unse nakommen bisschop des styffts Paderborne, so de ersanemm unse leven getruwen borgermeister, raidt und gemeinheit unser stadt Paderborn etlicks brandes und sus mancherleye eyn tytt thorugge in schaden orer stadt hinder seck kommen und erwassen syn, so hebben wy dat gnediglich betracht unnd angesehen, damedde se tho nuth und gedien orer Stadt wederummb mochten gelangen, und demme gemeynen nuth tho gude uth forstlicker unser macht unnd ores flelicken ansoickens gegeven und ingesat und overmits krafft dusses breves geven und insetten bynnen berorder unser stadt Paderborn twe jarmarckede, nemptlick eyn up Petri ad cathedram, dat ander up Marien Magdakenen daich, - dar van sente Johans marcket to mydden sommer dan sal affwesenn und bliven - jorlixs vrigh und velich, dre daige vor und dre dage nha, gelicker mathe up sente Gallen marcket darsulvest suslange und boven menschen gedechtnisse gehalden ist, und so se in brukynge gehat hebben, tho haldenn. Dar tho wy jegenwordich in dussem breve geven und thoschriven eyn iderman uthlendisch und inwonders aller lande unse velige, vrigge, stacke geleide aff und an bynnen Paderborn myth erem uprichtigen kophandels, live, have unnd gude tho kommen und ore kopenschop myth affory und thofoyr und anders uprichtich to donde, welck geleide wy und unse nakommen ouck so gnediglichen eyn islicken halden wyllen, uthbeschaiden doch hyr ann unser und unser undersaten enthsachten vyanden und wor dat sulffte dorch eynen idern sulvest und frymarcket nicht verbreckenn worde. Vorder habben wy tho frommen vorgenannter unser stadt vor uns und unse nakommen vollenkommen macht und mogentheit gegeven uns gnedichlicken gegunt, geven und gunnen, so gedachten inwonners und vorbenompten stadt Paderborn nuthbarlick beduchte wesen, dath se moegen eynen weckenmarcket daegh na orem kore und wyllen setten und alle und ein iuwelcker wecken den halden, und offte in sulckes vyrges dages bruckynge ennes eres bedunckens neyn frucht inbrachte offte neyn bathe en dede, alsedan den wedeer na gefallen aff tho seten, alles sunder argelist. In eynn orkonde der warheit wy Erick bisschop vor uns und unse nakommen unse ingesegel an dussen breyff doin hangen und ehne gegeven hebben tho Iborch im iare unsers hern geborth vyffteinhundert unnd eyn unnd twyntigesten iaren am godestage nha Pauli conversionis