Der Heilige Liborius ist der Bistumspatron der Erzdiözese Paderborn. Auch der Dom trägt neben der Gottesmutter Maria und dem Heiligen Kilian sein Patrozinium.

Aus dem Leben des Hl. Liborius ist nur wenig bekannt. Sicher ist nur, daß er im 4. Jahrhundert Bischof von Le Mans war und in seiner Diözese einige Kirchen gebaut hat. Liborius war ein Freund des Hl. Bischofs Martin. Sein Todestag wird heute (je nach Quelle) auf den 9.Juni (oder den 23. Juli) 397 datiert. Ich selbst präferiere den 9.Juni als Todestag (Anmerkung des Webmasters).

Die Lebensbeschreibungen bezeugen, dass Liborius Gallier war, kein Römer. Er war Kelte. Sein Name ist demnach wahrscheinlich keltischen Ursprungs. Noch heute gibt es keltisch sprechende Menschen in Europa. In der Bretagne, in Großbritannien, in Wales, Schottland und in Irland.
Zu Lebzeiten war Liborius bemüht, den Glauben in das heidnische Umland seiner Heimat zu bringen. Dabei errichtete er viele Landpfarreien.

 

 

 

 

 

Wenn man den Quellen glauben schenken darf, hat der Hl. Liborius zu seiner Lebenszeit 217 Priester

186 Diakone und 93 Subdiakone geweiht. Er hat zu seinen Lebzeiten 17 Kirchen erbaut. Demnach war Liborius ein Pionier seiner Zeit. Ein Wegbereiter des frühen Christentums.

 

Nach der Lebensbeschreibung des Hl. Martin von Tours weilte dieser am Sterbebett seines Freundes Liborius. Martin leitete auch dessen Begräbnis in der Zwölfapostelkirche, in der auch schon der erste Bischof von Le Mans, der Hl. Julian, begraben worden war. Bald nach dem Tod des Hl. Liborius sollen an seinem Grab schon Heilungswunder geschehen sein.

 

 

(Bild oben: Reliquienbüste des Heiligen Liborius von 1681. Ausgestellt im Hochchor des Domes

Bild unten: Der heilige Martin am Sterbebett des heiligen Liborius, Epitaph an der Liborikapelle in Paderborn)