Zur Aussetzung und Reposition des Liborischreines am Liborifest, also Samstags und Dienstags wird der Liboritusch gespielt. Die Leute drängen sich zu beiden Feiern dicht in den Dom.
Der Liboritusch ist eine festliche Bläsermusik, die umrahmt von feierlichen Orgelklängen die Gegenwart des Heiligen ankündigt.


Seit Jahrhunderten werden besondere Feste durch feierliche Bläsermusik eingeleitet, denn die Feierlichkeiten sollten weithin vernehmbar sein. Solche Bläsermusik, sog. Intraden sind durch alte Rechnungen des Domkapitels auch in langer Vorzeit belegt.

Die heutige Form des Liboritusches ist allerdings noch gar nicht so alt. Der Tusch stammt aus dem Oratorium "Paulus" von Felix Mendelssohn-Bartoldy (1809-1857) Die Komposition stammt aus dem Jahr 1836.

Wie und wann nun die Klänge nach Paderborn gekommen sind, weiss man nicht genau. Es ranken sich verschiedene Legenden bzw. Vermutungen über diesen Sachverhalt.

Wo kommt der Tusch aber nun im "Paulus"-Oratorium vor? Deutlich hört man den Tusch in Nummer 16 des Oratoriums am Schluß des Stückes in dreifacher Ausfertigung. Bereits vorher, ab Nummer 14 des Oratoriums sind aber bereits Fragmente enthalten.


Der Liboritusch als Notation:

 

Eine private Aufnahme des Liboritusches aus dem Jahr 2001 können Sie HIER downloaden. (Rechte Maustaste > Speichern unter)

Auf besonderen Wunsch finden Sie HIER auch eine private Aufnahme des Vollgeläuts der Domglocken und der Glocken der Gaukirche vom Liborifest 2001. (Rechte Maustaste > Speichern unter)